Das richtige Timing ist nicht nur Glücksache

Viele Projektleiter sehen im guten Timing den Schlüssel zum Erfolg eines Projektes. Aber ist gutes Timing nur Glücksache? Zum Teil ja, da niemand in die Zukunft blicken kann. Aber unsere Studie zeigt auch eine Reihe von Möglichkeiten, wie Projektleiter mit den Unwägbarkeiten des richtigen Timings umgehen können, indem sie

  1. sich über die jüngere Vergangenheit des Gebietes informieren, in dem sie ihr Projekt ansiedeln wollen. Gibt es schlechte Erfahrungen mit bestimmten Technologien? (z.B. EnERLin), oder vielleicht auch praktische Erfahrungen, die das Projekt unterstützen können (z.B. Energy Expert)
  2. sich eröffnende Gelegenheiten nutzen. Diese können von der Politik oder dem Markt selbst initiiert werden (z.B. Wohnungssanierungsprogramme), auch auf lokaler Ebene (z.B. Sanit). Oder es ergeben sich Möglichkeiten, weil sich in ihrer Zielgruppe die Bedingungen ändern (z.B. Green Energy Train Leidsche Reijn). Auch andere bereits existierende Projekte und Netzwerke können hier Chancen eröffnen (z.B.Climate Watch).
  3. die Zukunftsperspektiven formulieren und mittels der Einrichtung von Foren die Erwartungen der verschiedenen Akteure abgleichen. Wenn z.B. das Projekt auf zukünftig steigende Energiekosten setzt, sollte diese Erwartung den Akteuren fundiert kommuniziert werden.
  4. das Projekt Design flexibel halten, um auf zukünftige Entwicklungen eingehen zu können. Zum Beispiel, indem man ein Projekt kreiert, dass sich sowohl nach oben als auch unten entwickeln kann, abhängig von den Möglichkeiten oder Einschränkungen, die sich ändernde Bedingungen dem Projekt auferlegen können.